Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschied nehmen heißt, nicht zulassen, das unsere Gefühle dem im Wege stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.

Sergio Bambaren

Montag, 22. April 2013

Shaggy´s letzte Woche...


 

Heute möchte ich über Shaggy´s letzte Woche schreiben,
ich verstehe es selbstverständlich wenn ihr nicht weiterlesen mögt
oder keinen Kommentar dazu schreiben möchtet.

Es werden hier in Zukunft natürlich auch schöne Erinnerungen gepostet, 
nicht nur traurige.

Ich möchte Euch damit auch nicht traurig machen,
ich möchte es einfach nur aufschreiben ... an erster Stelle für mich,
aber auch für alle die daran teilhaben möchten.

Bitte nur weiterlesen wenn ihr Euch sicher seid, 
das ihr das wissen und lesen möchtet, danke.

. . . . . . . . . . . . . . . .

Ostermontag

Shaggy hatte wieder starke Schmerzen und konnte kaum gehen, klar
das das wieder an einem Feiertag passierte. Den Ostermontag hatte er zum Glück
noch ausgehalten, denn es hatte keinen Sinn zu einem Nottierarzt zu gehen der nicht 
in Shaggy´s Krankengeschichte drin steckt. Sein Appetit war auch nicht pralle, 
er hat an einer Portion den ganzen Tag dran rumgemümmelt und das hatte mir schon
richtig Sorgen gemacht, er hatte aber keinen Durchfall oder Erbrechen ...

Also gab es nur ganz viel Kuscheleinheiten ...


Dienstag

Ich hatte Spätschicht, ich bin vormittags mit ihm Gassi gegangen und wollte ihn ganz 
sanft von etwas wegziehen, da sind alle vier Beinchen weggeknickt vor Schwäche,
er kam kaum wieder hoch. Nun ja er mußte noch unbedingt pullern und mit dem Beinchen
heben fiel ihm total schwer, danach bin ich dann gleich wieder nach Hause mit ihm.

Shaggy´s Tierärztin hat uns nachmittags noch dazwischen geschoben, mein Mann war 
beruflich leider nicht da und ich mußte arbeiten, ich durfte aber für zwei Stunden 
von der Arbeit weg, er bekam dann eine sehr hoch dosierte Schmerzspritze, Vitamin B 
und Lidocain.

Abends kam ich von der Arbeit nach Hause und er war wieder topfit und konnte richtig 
gut laufen, beim Gassi war er richtig munter und voll aktiv.

Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen wie mir das Herz aufging, ich dachte, ja, alles wird 
wieder gut ...
Sein Abendbrot wollte er aber nicht so wirklich fressen, nur ein paar Stückchen mehr nicht ...



Mittwoch

Morgengassi ... ich hatte meinen freien Tag und mußte nicht arbeiten ... alles wieder von 
vorne ... der arme Kerl konnte wieder kaum gehen ... die eine Stufe vor der Haustür ist er 
mit den Vorderpfoten hoch, somit lag sein Gewicht auf den Hinterpfoten, die wieder einknickten
und er landete auf seinem Po. Die Spritzen halfen tatsächlich nur für einen Tag.

Das war alles so schlimm mit anzusehen, wie furchtbar schnell er innerhalb von ein paar Tagen 
so extrem abgebaut hat. Wir hatten damit gerechnet das er irgendwann an einem Organversagen
(Leber oder Bauchspeicheldrüse) sterben würde, aber das seine Gelenke und Knochen 
so stark beeinträchtigt sein würden, hätten wir nie gedacht.

.Das Thema Erlösung wurde immer präsenter ...

Leider war die Tierärztin heute nicht da ...



Donnerstag


Er konnte kaum gehen und fraß auch nichts, also vor der Arbeit wieder zur Ärztin ... ein 
ernstes Thema sprach sie an ... Erlösung ...
wenn es ihr Hund wäre (sie hat 2 Hunde) würde sie ernsthaft 
drüber nachdenken ... meine Tränen liefen,
ihre gleich mit, deswegen mag ich sie, weil sie so 
menschlich ist.

 Obwohl ich schon irgendwie wußte das es nicht 
mehr lange dauert bis Tag X ... es war nur die Frage, vor oder nach dem Wochenende.
Kann man den Tod des eigenen Hundes planen ???

Egoismus setzte sich bei mir durch ... er war ja Dienstag nach den Spritzen wieder so gut 
drauf, das ich an diesem Tag noch nicht bereit war.

Was dachte ich ??? 

Habe ich an eine Wunderheilung geglaubt ???

Zumal mein Mann beruflich erst Freitag vormittag wieder zu Hause sein würde, 
ich hätte es mir nicht verziehen und er mir auch nicht, wenn er nicht die 
Gelegenheit gehabt hätte sich verabschieden zu können ... er hat 
Shaggy so sehr geliebt.

Also bat ich sie wieder um eine Schmerzspritze für Shaggy ... er bekam diesmal die 
höchste Dosierung von dem stärksten Schmerzmittel was es ohne Morphium gibt
und eine Spritze für seinen Magen da er ja seit Tagen nicht wirklich was gefresssen 
hat. Ohne drüber nachzudenken das das alles sein Leiden nur verlängert und nicht heilt, die 
starken Medikamente schaden ja auch den schon kranken Organen ...

Ich habe gefragt ob ich ihm, was er ja eigentlich nicht fressen durfte wegen seiner 
Bauchspeicheldrüse, wenigstens Kartoffelpamp mit Huhn geben kann, damit er 
irgendetwas frisst, sie hat es erlaubt ...

 Feierabend ... ich bin zu Hause und ein munterer Shaggy 
begrüßt mich ... ich war so glücklich ... es folgte ein sehr 
fröhlicher Spaziergang, er hat Leckerlies (sein Spezialfutter) verschlungen
und konnte seine Geschäfte problemlos erledigen und markiert hat er 
auch noch fleissig. 

Wieder zu Hause kochte ich ihm Kartoffelpamp und Huhn, 
ab in den Napf, das Enzympulver drüber und dem schon fiependen,
sabbernden Shaggy serviert. 

Er hat dieses Fressen mit so einer Gier und Appetit reingeschlungen 
das ich vor Freude geweint habe, er ist sogar danach noch 
ein paar Mal zum Napf gegangen und hat ihn immer wieder ausgeleckt, 
obwohl nichts mehr drin war.

JA!!! Jetzt wird alles wieder gut !!!

Er konnte sogar wieder auf´s Sofa springen
wir haben gekuschelt und er schlief
dann süß und seelig mit vollem Bauch ein, 
natürlich nicht ohne genussvoll wie immer zu schnarchen.

Ich war so glücklich!!!

Es war die richtige Entscheidung ihn noch nicht zu erlösen ...



Freitag

Morgens ... Shaggy kann fast gar nicht mehr laufen, gestern ging es ihm 
doch noch so super wie seit Tagen nicht mehr und heute muss ich ihn 
zum Gassi quälen, er wackelt beim Gehen und hat kaum noch Kraft
knickte beim Stufen gehen ein und ich wußte es, 
es war Tag X.

Und es war am Donnerstag NICHT die richtige 
Entscheidung mit der Erlösung zu warten

Ich mache mir deswegen immer noch Vorwürfe ...

Die Spritze hatte wieder nur einen Tag gewirkt ...

Nach Hause ... fressen wollte er überhaupt nicht mehr, 
er spuckte mir das Futter das ich ihm aus der Hand gegeben haben
aus, noch nicht mal gekochtes Huhn wollte er haben.

Ich saß mit ihm auf dem Wohnzimmerteppich, 
weinte und umarmte ihn ganz lange und nahm Abschied.

Es wäre eine Schande gewesen das Wochenende noch abzuwarten, 
wir haben ihn schon viel zu lange gequält,
obwohl mein Mann damit noch bis Montag warten wollte, 
da hatte er Shaggy aber noch nicht gesehen, 


Er kam nach Hause und es war auch ihm klar 
das wir nicht mehr warten durften, als er Shaggy´s 
Zustand sah.

Zum Glück hatten wir für vormittags schon einen Kontrolltermin 
gehabt, mein Mann hatte sich zu Hause schon von ihm verabschiedet
da wir uns schon einig waren das es heute sein muß
und er blieb vor´m Tierarzt im Auto, er weinte, da er wußte 
das Shaggy nicht wiederkommen würde.


Wartezimmer ... proppevoll, 
Shaggy ließ sich von mir kraulen, er schaute mich immer wieder an
 und dann konnte er nicht mehr sitzen
und legte sich auf die Seite, er brummte ganz merkwürdig, 
es war sowieso alles etwas eigenartig an dem Tag ...

Endlich wurden wir aufgerufen und bis zu dem Zeitpunkt 
hatte ich mir noch ein kleines Türchen offen gelassen, 
wir waren ja nur zur Kontrolle bestellt und nicht für irgendetwas 
anderes, sonst hätte ich mich garantiert nicht so 
lange ins Wartezimmer mit ihm gesetzt.

Während des Wartens stiegen mir immer wieder 
Tränen hoch die ich unterdrückte, 
in mir drin wußte ich das es heute sein mußte.

Wie gesagt wir wurden aufgerufen, Shaggy lag ja auf der 
Seite und er kam nur noch mit letzter Kraft hoch, er stand schließlich, 
konnte fast nicht laufen. 

Unqualifizierter Spruch eines wartenden Hundebesitzers
"Der hat wohl keine Lust, der will ja gar nicht rein"
untermalt mit Gekicher. 

Oh Mann, auch sowas noch, wie unsensibel, 
wenn man den Unterschied nicht sieht, 
zwischen nicht wollen und nicht können.

Egal!

Rein ins Behandlungszimmer...die Ärztin fragt: Und?

Ich schüttel den Kopf und die unterdrückten Tränen schossen
jetzt raus, ich sagte, es geht nicht mehr, können wir das gleich machen, 
ich kann nicht noch mal dafür wieder kommen, es muß jetzt sein.

Natürlich ging das, sie sieht Shaggy an und sagt,
man sieht das er nicht mehr will und man könnte ihm nur 
noch tägliche Morphiuminfusionen geben, dann würde er aber 
nur noch im Korb liegen, schlafen und vor sich 
dahin dämmern.


Das kam nicht in Frage, das hat nichts mit Lebensqualität zu tun, 
das wäre Tierquälerei gewesen.

Es drückte soviel auf sein Rückenmark, das er bald gelähmt sein würde
und keine Kontrolle mehr über Darm und Blase gehabt hätte. 

Das wirklich eigenartige, was mich noch immer sehr beschäftigt, 
war folgende Situation. 

Er wurde auf den Tisch gehoben und in den letzten Monaten hatte 
er immer so gezittert bei der Behandlung. 

An diesem Tag war er ruhig und entspannt, 
als ob er es wußte und wollte, 
was positiv war, so konnte er friedlich einschlafen. 

Diese Ruhe die von Shaggy ausging war unheimlich, 
als ob er mich trösten wollte, das alles gut ist so wie es ist,
diese Situation geht mir nicht mehr
aus dem Kopf, macht mich sehr nachdenklich und berührt mich sehr.

Die Tierärztin hat das sehr einfühlsam gemacht, 
sie hat ihm die Kanüle extra an der Hinterpfote gesetzt statt 
vorne, da ist er dann immer so hibbelig gewesen, 
das mochte er noch nie.

Er war immer noch sehr ruhig, ich streichelte seinen Kopf,
ich musste ganz viel weinen,
wir schauten uns in die Augen,
dann schlief er sanft ein.


Ich hatte den Eindruck das er dankbar war.

Das schlimmste Erlebnis war dieser finale tiefe Atemzug, 
den ich schon von unserer lieben Mieze kannte, als ihr Tag gekommen war,
obwohl dieser Atemzug auch wie eine Befreiung klang.

Sie horchte ihn ab und fühlte auch noch mal den Bauch und stellte 
fest das da auch so einiges nicht mehr in Ordnung ist. 

Die Ärztin bot mir an es in einem anderen Raum zu machen
damit ich mich so lange ich möchte mich verabschieden kann,
aber das wollte ich nicht, das macht es nicht einfacher und
verabschiedet habe ich mich schon zuhause von Shaggy.


An diesem Tag hatte ich auch wirklich das reine Gewissen 
und die Sicherheit ihn erlöst und nicht getötet zu haben, 
darüber bin ich sehr froh, das macht alles, zwar nicht viel 
aber ein wenig, einfacher für die Zeit danach.

Die Ärztin umarmte mich,
danach

die Realität ... das gehört leider auch dazu.
Frage danach, was soll mit dem Körper gemacht werden ...


Ich habe ihn in der Praxis gelassen ... er wurde vom Tierbestatter
abgeholt und eingeäschert.

 Seine Asche wird vom Bestatter in einem Rosengarten verstreut, 
er kehrt in den Kreislauf der Natur zurück und
Shaggy ist frei.

 Für mich eine sehr tröstende Vorstellung. 
Ein Grab wäre für mich zu schmerzhaft gewesen, 
es hätte mich nicht getröstet.




Bezahlen durfte ich wann ich wollte, 
ich mußte einfach nur raus aus der Praxis,
in meiner Hand sein Halsband, 
zu meinem Mann ins Auto,
wir beide haben so geweint, das war alles so furchtbar. 



Dann mußte ich auch noch auf der Arbeit anrufen, 
hatte Spätschicht, 
und um Urlaub bitten, zum Glück waren genug Leute 
da und Chef hatte Verständnis und ich konnte 
zu Hause bleiben, allerdings nur den Freitag, 
Samstag mußte ich wieder arbeiten.




2 Wochen später

Wir vermissen ihn immer noch so sehr!
Plötzlich habe ich viel Zeit, 
mir war gar nicht bewußt wieviel Zeit ein Hund in Anspruch
nimmt, ich habe die Zeit mit ihm aber niemals als Zeitraubend
oder Verschwendung empfunden, er war und ist, 
ein großer Teil unseres Lebens.

Es ist eine Leere entstanden, ich war in meinem Leben 
noch nie ohne ein Tier um mich herum, das ist das erste Mal 
 und es gefällt mir gar nicht.

Wir sind auch kaum noch draussen,
sind fast nur noch zuhause. 

Am Sonntag haben wir uns aufgerafft
und wir waren am See Rad fahren, alles war gut 
wir haben gelacht und dann sah ich einen schwarzen Hundekopf 
mit Stock im Maul der zu seinem Herrchen schwamm, er 
sah Shaggy so ähnlich und da mußte ich plötzlich wieder so weinen, 
mitten beim fahren. 

Da denkt man es ist ein Stück mehr überwunden und dann 
bricht es ausgelöst durch was auch immer wieder heraus ...


Auch wenn das vielleicht herzlos und kalt klingen mag, 
aber durch Shaggy haben wir es kennen und lieben gelernt mit 
einem Hund zu leben und das möchten wir immer wieder erleben
und es wird wieder ein Hund bei uns einziehen, Shaggy hat 
da bestimmt nichts dagegen.

Noch nicht jetzt, aber noch dieses Jahr ...


Mir tat es echt gut das alles aufzuschreiben, 
ich will diese letzte Woche so schlimm sie auch gewesen ist, 
trotzdem nicht vergessen. 

Am Donnerstag, den Tag davor hatte er noch einen so schönen Spaziergang
und sich abends nochmal mit lecker Kartoffelpamp den Bauch vollgeschlagen, 
schön auf dem Sofa gekuschelt, diese kleinen Momente,
wo er sich bestimmt noch einmal richtig wohlgefühlt hat, 
möchte ich auf gar keinen Fall missen, auch nicht den Abschied
am Freitag zuhause von ihm, wo ich ein letztes Mal bewußt
und intensiv seine Nähe gespürt habe.




Kommentare:

  1. Liebe Astrid, für mich gehört auch das zu , nicht nur die schönen Seiten miteinander zu teilen, sondern auch zusammen traurig zu sein und zu weinen. Mich haben deine Zeilen sehr berührt und mir laufen die Tränen. Mach dir keine Vorwürfe, dass du einen Tag länger gewartet hast! Es müssen beide bereit sein loszulassen und für mich hast du Shaggy nicht unnötig leiden lassen, sondern euch die Chance gegeben, Abschied zu nehmen und das braucht einfach Zeit! Siehe den Tag als einen geschenkten Tag für euch beide! Du hast alles richtig gemacht! Die große Leere kann ich nur zu gut nachfühlen - das Leben ist aufeinmal so trostlos... Ich finde es sehr schön das euer Herz für einen neuen Hund offen ist- Shaggy lebt trotzdem in eurem Herzen weiter und wird immer etwas ganz besonderes bleiben.

    Ich drück dich und bin in Gedanken bei dir!
    Alles liebe
    Sali

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    1. Dankeschön, liebe Sali, für Deine Worte.

      Es ist wirklich alles sehr leer ohne Shaggy, er fehlt wirklich sehr.

      Liebe Grüße
      Astrid

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  2. Liebe Astrid,

    wir schauen mit dir - traurig - in den Himmel
    und begleiten dich gerne weiter.

    Liebe Grüße - Monika mit Bente

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    1. Das ist soo lieb von Euch, danke!

      Inzwischen schauen wir aber nicht mehr ganz so traurig in den
      Himmel, sondern immer öfter mit einem Lächeln...

      Liebe Grüße
      Astrid

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  3. Liebe Astrid,
    ich bewundere dich ,wie präziese du Shaggy`s letzte Tage aufschreiben konntest.
    Du hattest wirklich einen feinen Kämpfer,er wird nie ganz aus deinem Leben verschwinden.Das ist das schöne♥
    Ich werd wieder bei dir reingucken ,auf shaggy`s Blog und vielleicht,wenn die Zeit gekommen ist ,schreibst du über einen neuen FREUND,das wäre schön.
    Ich muß jetzt erstmal zu meinen LIEBEN gehen und die knuddeln ,und von all meinen Tieren die nicht mehr bei mir sind träumen.
    Ich grüß dich ganz lieb ,machs gut.
    Ulli

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    1. Hallo Ulli,

      ich wollte das unbedingt aufschreiben, bevor ich etwas vergesse, auch wenn es echt weh tat beim Schreiben...

      Ja, er hat gekämpft und war immer so tapfer, die ganzen Jahren als er krank wurde und war trotzdem immer noch so fröhlich und lebensfroh dabei, das hat mich wirklich sehr beeindruckt.

      Knuddel Deine Lieben von mir bitte auch ganz lieb durch :-)

      Liebe Grüße
      Astrid

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  4. Liebe Astrid,
    dein Bericht ist so lebendig an deinen Gefühlen...als ob ich neben dir stehe.
    So lege ich in Gedanken meine Arme um dich. Besonders berührt hat mich, dass Shaggy so ruhig war...
    ehrlich er hatte sich in diesen Augenblick dankbar von dir verabschiedet. Dankbarkeit für eure Zeit, für den letzten Dienst den du ihn in großer liebe erwiesen hast. Liebe heißt auch gehen lassen...und du hast ihn begleitet die ersten Schritte in ein Land ohne Schmerzen...in das Land hinter den Regenbogen.
    Vielleicht führt er euch zu einem Platz, wo ein Hundi in Not ist, der eure Hilfe braucht...
    Ich hab es schon erlebt bei dem Landseer Nando...er hatte sich von Tibi verabschiedet...
    Ich wünsche euch vom ganzen Herzen, dass der Schmerz in eurem Herzen nicht zu weh tut.
    tröstende Grüße von Sylvia und Tibi

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    1. Liebe Sylvia,

      danke für Deine Worte, ja, seine Ruhe war schon sehr besonders und das werde ich nie in meinem Leben vergessen, das hat mich auch sehr berührt.

      Liebe Grüße und Bussi an Tibi
      Astrid

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  5. Liebe Astrid,
    ich finde es gross, dass du die Kraft gefunden hast die Zeilen niederzuschreiben. Sie haben mich tief berührt, so fein und persönlich. Unsere Lieblinge loszulassen ist unendlich schwer, der intensive Abschiedsprozess mit Shaggy ist beeindruckend. Das mit dem verstreuen in den Rosen finde ich ein schönes Symbol. Wenn ich die Zeilen lese, scheint da doch bereits ein Hoffnungsschimmer betreffend Neuanfang durch.
    Lass Dir die Zeit die du brauchst, bei uns hat Ayka wieder aktives Leben gebracht, obwohl der Abschied von Nora -im letzten Sommer- gelegentlich immer
    noch schmerzt.
    Liebe Grüsse von Juralibelle und Ayka

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    1. Hallo,

      es mußte einfach raus und ich wollte nichts vergessen von seiner letzten Woche.

      Ich denke es wird noch viele Jahre schmerzen auch wenn die schönen Erinnerungen immer mehr überwiegen werden.

      Ich wünsche Dir das Dein Schmerz über Nora auch immer weniger wird...drücke Dich.

      Liebe Grüße
      Astrid

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  6. Liebe Astrid,
    ich kann verstehen, dass es Dir geholfen hat, alles Mal aufzuschreiben - ging mir damals bei Dingo auch so. Sehr vieles was ich eben gelesen habe, hat mich an den Tag vor mehr als sieben Jahren erinnert, an dem wir Dingo gehen lassen mussten. Auch wir hatten noch gehofft, noch den Sommer mit ihm zu verbringen - aber auch bei Dingo ging dann der körperliche Abbau sehr schnell.
    Selbst heute beim Lesen Deiner Zeilen muss ich an ihn denken - allerdings kann ich es heute zwar mit leichter Wehmut aber auch mit Erinnerungen an wundervolle fast 15 Jahre.
    Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass auch für Euch die Zeit kommt, in der die schönen und oft auch lustigen Erinnerungen an Shaggy überwiegen und ihr mit einem Lächeln auf den Lippen an ihn denken könnt.

    Wir hatten damals ja noch Lady, waren also nicht Hunde los. Trotzdem ist mir folgendes sehr tröstend erschienen, was mir eine Freundin geschickt hat - vielleicht hilft es Dir auch:

    Das Testament eines Hundes

    Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament
    Um ihr Heim und alles, was sie haben
    Denen zu hinterlassen, die sie lieben
    Ich würde auch solch´ ein Testament machen
    Wenn ich schreiben könnte

    Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
    würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen
    Meinen Napf, mein kuscheliges Bett
    Mein weiches Kissen, mein Spielzeug
    Und den so geliebten Schoß
    Die sanft streichelnde Hand
    Die liebevolle Stimme
    Den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte
    Die Liebe, die mir zu guter Letzt
    Zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird
    Gehalten im liebenden Arm

    Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
    "Nie wieder werde ich ein Tier haben
    Der Verlust tut viel zu weh"

    Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus
    Und gib' ihm meinen Platz

    Das ist mein Erbe
    Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles
    Was ich geben kann
    (Margaret Trowton)

    Liebe Grüße,
    Isabella

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    1. Liebe Isabella,

      das tut mir leid, das ich durch meinen Post traurige Erinnerungen bei Dir hervorgerufen habe, man hofft und hofft auf noch ein bisschen mehr Zeit und dann wie bei Deinem Dingo geht es plötzlich doch so schnell ...

      Danke für die schönen Zeilen, ja, das hätte Shaggy bestimmt geschrieben und auch gewollt das wieder ein Hund bei uns einzieht, ohne Hund leben geht gar nicht...

      Wir sind auch sehr dankbar für die schöne Zeit mit ihm.

      Das hilft bestimmt sehr wenn man sich noch um ein Tier kümmern muß, wenn einer gehen muß, es tröstet nicht unbedingt aber macht es doch einfacher.

      Als damals unsere Miezi mit fast 18 Jahren gehen mußte waren wir auch sehr
      traurig, heute noch, aber dadurch das wir den damals noch sehr wilden Shaggy hatten, hat uns das doch ein wenig abgelenkt.

      Liebe Grüße
      Astrid

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  7. We are so sorry to read what a heartbreaking time you had. At least you managed to buy a little more time but how sad to have your hopes dashed. We are glad Shaggy is back home under the tree. You will of course have another. We believe the right dog will find you with Shaggys' guidance. Our thoughts are with you.
    Best wishes Molly

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    1. Thank you so much for your words.

      Greetings, Astrid

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  8. er wird immer in Euren Herzen bleiben ........ich finde es schön das ihr es hier aufgeschrieben habt

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    1. Dankeschön, ich hatte auch ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet das es
      jemand lesen möchte, ist ja auch kein schönes Kapitel wenn es um unsere geliebten Hundis geht ...

      Liebe Grüße
      Astrid

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  9. Ich verstehe dich sehr gut, ich musste diesen Weg auch einmal gehen bei Aisha. Immer habe ich mich gefragt, könntst du das überhaupt, deinen Hund erlösen?
    Als es bei Aisha soweit war wusste ich es.
    Bei Enya kam es aus Heiterem Himmel, sie war im alter von 2Jahren über Nacht einfach gestorben ohne vorherige anzeichen. Damals konnte ich nicht einmal mehr sprechen, erst das machen eines Erinnerung Videos hat mich aus dieser Starre erlöst.
    Anfangs machte ich mir auch Vorwürfe, hätte ich nicht etwas merken müssen, war ich zuwenig aufmerksam....usw. Aber Heute denke ich einfach nur noch an die zwei schönen Jahre zurück.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und sende Dir eine Umarmung

    LG Bea mit Flanna und Rike

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    1. Hallo Bea,

      Dankeschön für Deine Worte.

      Ich hatte immer Angst vor dem Tag an dem ich entscheiden muß und ich dachte immer ich könnte das nie. Aber so wie Du schreibst, wenn es soweit ist kann man es und das ist auch gut so.

      Wenn es so plötzlich kommt wie bei Deiner Enya, ist das wirklich schrecklich, da man sich nicht verabschieden kann oder sich seelisch darauf vorbereiten kann das es bald zu Ende gehen könnte.

      Deine Enya hat nicht gelitten unter einer Krankheit oder hatte Schmerzen und mußte leiden, das finde ich auch sehr tröstend, auch wenn sie so jung gehen mußte ...

      Ich bin auch der Meinung, das es beim Verarbeiten mehr hilft drüber zu reden und zu schreiben als es zu verdrängen, auch wenn viele Menschen nichts über dieses Thema so unbedingt wissen möchten, es gehört aber leider zum Leben dazu ...

      @ Flanna und Rike: Fühlt Euch ganz doll von mir durchgeknuddelt :-)

      Liebe Grüße
      Astrid

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  10. Liebe Astrid,
    wie liebevoll du Shaggys letzte Woche aufgeschrieben hast, geht einem direkt ins Herz. Fühl dich ganz fest gedrückt und wir alle hier schicken Dir und deinem Mann ganz viel Kraft und Energie.
    Wir kommen immer wieder gern bei euch vorbei und sind sehr gespannt auf viele schöne Erinnerungen.
    Liebste Grüße senden Casper & sein Frauchen

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    1. Hallo ihr beiden,

      dankeschön und es werden hier in Zukunft auch die schönen Erinnerungen überwiegen, versprochen :-)

      Liebe Grüße
      Astrid

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  11. Liebe Astrid
    Eine traurige Geschichte, so schön geschrieben!
    Du hast alles richtig gemacht, hättest nichts besser machen können!
    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Liebe!
    Herzliche Grüsse maggy

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    1. Liebe Maggy,

      dankeschön für Deine unterstützenden Worte, obwohl ich immer noch denke das ich zu lange gewartet habe mit der Entscheidung ...

      Liebe Grüße
      Astrid

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  12. Liebe Astrid,

    Ich habe Deinen Post schon gestern Abend gelesen und habe so weinen müssen. Dir einen lieben Kommentar zu hinterlassen war ich nicht imstande. Und auch heute habe ich einen solchen Kloß im Hals stecken.

    Ich kann mich meinem Vorschreibern nur anschließen. Du hast es so schön geschrieben und ich freue mich so über den letzten gemeinsamen Donnerstag.....
    Ich sende Dir eine Umarmung und ganz viel Kraft. Ich freue mich über die Entscheidung bald einen neuen Vierbeiner bei Euch einziehen zu lassen. Shaggy wird seine Freude daran haben, euch wieder glücklich zu wissen. Er wird Euch von dort zusehen, wo er jetzt ist.
    Viele Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Hallo Sabine,

      das tut mir leid das ich Dich traurig gemacht habe, mir sind beim Schreiben auch die Tränen gelaufen, aber es hat trotzdem etwas Befreiendes für mich gehabt.

      Shaggy hat bestimmt nichts dagegen wenn ein Hund bei uns einzieht, er hat sein Leben gel(i)ebt, hat sein Alter erreicht und es spricht nichts gegen einen anderen Hundekumpel.

      Diesen Donnerstag möchte ich auch nicht missen, auch wenn ein schlechtes
      Gewissen bleibt ...

      Liebe Grüße und Bussi an Söckchen
      Astrid

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  13. Liebe Astrid, ich möchte gar nicht viel sagen, weil ich genau weiß, wie du dich fühlst und, dass Worte immer noch nicht helfen können! Ich finde es gut und mutig, dass du alles hier niedergeschrieben hast und ich bin der festen Überzeugung, dass es dir helfen wird Shaggy's Tod zu verarbeiten.

    Ich schicke dir viel Liebe!

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    1. Dankeschön, es hat mir wirklich sehr gut getan diesen Post zu schreiben und diese schlimme Woche nicht zu verdrängen.

      Liebe Grüße und Bussi an Lilly
      Astrid

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  14. Liebe Astrid,
    danke das du uns an diesen momenten teilhaben lässt. es sind schwere momente, aber ich bin sicher das es dir hilft wenn du darüber schreibst oder redest.ich sitze hier und kämpfe mit den tränen. unserem rocky ging es durch die vitaminspritze auch wieder besser und wir dachten juppi, aber dann kam auch bei ihm wieder der fall. ich würde mich freuen hier weiter über shaggy zu lesen und freue mich auch wenn ihr irgendwann einem neuen hund ein schönes zuhause gebt. es ist gut das beide bereit waren und wunderschön das er keine angst hatte. er wusste das es ihm dann besser geht. er wird immer weiterleben in euren herzen.
    ich drück dich und schicke euch viel kraft
    liebe grüße

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    1. Dankeschön, ich kann Dir so nachempfinden wie es Dir mit Rocky ging, wenn der Hund einen guten Tag hat, denkt man es wird alles gut und er wird ewig leben umso schmerzhafter ist es, das das immer nur kurz anhält und man der Hoffnung, die man blinderweise ja immer hat, auf Heilung wieder beraubt wird.

      Ich bin auch so dankbar das am Freitag alles friedlich und ruhig abgelaufen ist ...

      Liebe Grüße und Bussikussi an Sandy
      Astrid

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    2. genau so ist es. man glaubt irgendwie immer er schafft es, aber gegen die zeit kann keiner was tun.
      pfotig sandy und lg vanni

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  15. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  16. Liebe Astrid,
    Wir können nicht wirklich viel dazu sagen, denn wir die Letzten sind und schon so viele unserer Gedanken von unseren Vorgängern geschrieben wurden. Wir wollen aber Dir trotzdem sagen, dass wir mit Dir und Deinem Mann mitfühlen.
    Liebe Grüße und sei umarmt
    Arno und Silvia

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    1. Hallo ihr beide,

      ich danke Euch sehr für Eure tröstenden Worte und Eure Anteilnahme.

      Liebe Grüße und dicken Krauler an Arno
      Astrid

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  17. @ Alle:

    Ich danke Euch allen sehr für´s Lesen und mit mir traurig sein, dankeschön,
    das hat mir sehr geholfen, ihr seid echt lieb!

    Ganz liebe Grüße an Euch und Eure tollen Hundis :-)
    Astrid

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  18. Liebe Astrid,
    nu sitze ich hier und heule vor mich hin, einerseits , weil ich sehr mitfühle mit dir/euch, andererseits, weil ich auch einmal so einen Abschied hatte mit dem Hund ,der mich von meinem achten bis zum dreiundzwanzigsten Lebensjahr begleitete.......doch ich habe ja nun meinen Ronny und alle Tiere vor ihm in meinem Herzen.
    Und genauso wird es euch auch gehen......irgendwann.
    Die Erinnerung an Shaggy wird immer bleiben, und doch wird wieder Platz sein für einen neuen Freund, der oder die euch genauso sehr braucht, wie ihr ihn oder sie.......lasst euch noch Zeit zum Trauern und erinnern, denn welcher Vierbeiner euch auch finden wird, er wird ganz anders sein .
    Liebe Grüße von Josie und auch von Ronny,

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  19. Liebe Josie,

    ich danke Dir so sehr für Deine lieben tröstenden Worte, tut mir so leid das Dich
    das traurig gemacht hat ...

    Wenn ein Tier geht mit dem man aufgewachsen ist der Schmerz bestimmt sehr
    groß, weil es ein wesentlicher Teil des Lebens war, das stelle ich mir echt
    schlimm vor.

    Drücke Dich ganz lieb und Knutscher für Deinen süssen Ronny!
    Liebe Grüße
    Astrid

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  20. Liebe Astrid,
    auf meinem Blog findest du ein Gedicht für dich und deinen geliebten Shaggy!
    Liebe Sonntagsgrüße,Ulli

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  21. P.s.
    Und das Lied was bei mir auf dem Blog gerade läuft,höre ich gerne wenn ich an all meine Lieben ( Mensch und Tier) die ich vor Kurzem verloren hab,denke.
    ♥Es macht wehmütig und doch glücklich♥

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  22. Unsere kleine Lotta ist nun fast schon ein ganzes Jahr nicht mehr bei uns und ein anderer Hund ist bei uns eingezogen. Das Leben mit Polly ist wunderschön und wir lieben sie sehr, aber ich denke trotzdem noch oft an unsere Lotti und oft kommen mir immer noch die Tränen... Aber ich bin so dankbar, dass sie so lange bei uns war und wir so eine wunderbare Zeit miteinander hatten. Ich kann das, was du schreibst, sehr gut nachfühlen. Und Shaggy wäre bestimmt froh bei dem Gedanken, dass ein anderer Hund nach ihm kommen soll, das glaube ich ganz bestimmt! Viele liebe Grüße, Silke

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Ich freue mich über jedes Wort
und jedes wuff :-)

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